Lärm ist nicht nur die Ursache für Stress, sondern auch Gift für die Ohren, erst recht bei einer dauerhaften Belastung. Das empfindliche Gehör trägt langfristig Schäden davon, wenn es zu oft und zu lange lauten Geräuschen ausgesetzt ist. Um die Funktion der Ohren bis ins hohe Alter zu bewahren, gibt es jedoch einige effektive Schutzmethoden.

Hörschaden rechtzeitig vorbeugen

Haben die Ohren einmal Schaden genommen, lässt sich dieser nicht mehr reparieren. Wie gut also, dass es heutzutage moderne Hörgeräte gibt, die den Hörverlust ausgleichen. Für viele Modelle übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten, und zwar ohne Zuzahlung der Versicherten. In diesem Artikel gibt es hilfreiche Informationen, welche Kassenmodelle empfehlenswert sind und welche Qualitätsmerkmale sie erfüllen sollten.

Ein Hörverlust setzt schleichend ein und fällt daher zunächst nicht auf. Oft bemerken erst Außenstehende, dass der Betroffene immer öfter Schwierigkeiten hat, einem Gespräch zu folgen. Außerdem werden gewisse Frequenzen wie zum Beispiel das Zwitschern der Vögel nicht mehr wahrgenommen.

Um einem solchen irreparablen Hörschaden vorzubeugen, eignen sich folgende Maßnahmen:

  • einmal jährlich einen Vorsorgetermin beim Spezialisten machen
  • wenn nötig oder vorgeschrieben: Ohrstöpsel benutzen
  • nach großer Lärmbelastung benötigen die Ohren eine Pause
  • beim Kauf von Elektrogeräten auf niedrige Lärmbelastung achten
  • saubere Fingerspitzen schützen bei akutem Lärm
  • keine Nähe zu Boxen oder Lautsprechern suchen

Wer die oben genannten Punkte im Alltag beherzigt, hat gute Chancen, einen Hörschaden oder sogar eine Taubheit zu vermeiden. Letztere gilt wiederum als schwere Behinderung, die meistens den vorzeitigen Eintritt in die Rente zur Folge hat.

Hochwertige Ohrenstöpsel sind der beste Schutz

Wer wissen will, wie gut es um das eigene Hörvermögen bestellt ist, kann dies mit einem simplen Test herausfinden: Ein Tag mit Ohrenstöpseln zeigt am Ende, ob die Geräusche ohne Ohrenstöpsel lauter vernommen werden. Ist das der Fall, sind die Ohren noch fähig, ihre Funktion zu erfüllen.

Das Gehör sollte geschützt werden, sobald die Lärmbelastung 80 Dezibel übersteigt. Doch schon ein Lärmpegel ab 70 Dezibel kann Schlafstörungen verursachen. Auch dann ist ein guter Ohrenschutz das beste Gegenmittel. Wer zum Beispiel bei der Arbeit regelmäßig hohem Lärm ausgesetzt ist, sollte Ohrenstöpsel dauerhaft tragen. Dabei sind die günstigen Modelle aus Baumwolle oder Gummi nicht empfehlenswert. Sie schützen den Gehörgang nicht vor Keimen und sind daher ein Risiko für Entzündungen. Doch vor allem können sie den Lärmpegel nicht ausreichend abschwächen. Als bessere Variante gelten Ohrenstöpsel, die mit einem integrierten Filter arbeiten und zudem an die individuellen Maße ihres Trägers angepasst werden. Diese Modelle sind zwar etwas teurer, bieten aber dauerhaft einen optimalen Schutz vor Hörschäden.

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