Wer später im Alter gut leben möchte, muss so früh möglich damit beginnen zu sparen. Allerdings gilt auch: je länger der Spar-Zeitraum, desto größer sind auch die Risiken. Wir erläutern die richtige Strategie für die Altersgruppe der 50 bis 60-jährigen.

Früher Sparbeginn bringt auch mehr Risiko mit sich

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) empfiehlt, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen, da hier der Zinseszinseffekt stärker wirkt. Wer zum Beispiel 25 oder 30 Jahre lang mit 3 % Zinsen spart, hat eine Gesamtverzinsung von 33 %. Allerdings ist das ein rein theoretischer Wert, der nicht unbedingt Realität werden muss, denn es gilt auch: je länger der Sparzeitraum, desto mehr Risiko für den Sparer.

Sehr oft wird die Lebenserwartung bei der Planung der privaten Vorsorge falsch kalkuliert. Die Statistiken geben derzeit für einen deutschen Mann 78 Jahre an und für eine Frau 83 Jahre. Wird sich dann verkalkuliert, so muss unter Umständen eine längere Zeit ohne zusätzliches Einkommen bestritten werden.

Altersvorsorgestrategie für 50-jährige

Experten empfehlen das Fondssparen – die meisten Anbieter bieten verschiedene Fonds, die sich in ihrem Risiko unterscheiden, wie zum Beispiel MoneYou, wo es drei Risikogruppen gibt (mehr Infos gibt es auf der Homepage). Hierbei gilt: je kleiner die monatliche Sparsumme, desto mehr fallen unter Umständen anfallende Gebühren ins Gewicht.

Will ein 50-jähriger Mann mit 67 Jahren in Rente gehen, so sollte die monatliche Sparrate 77,91 Euro betragen. Dann wird eine Zusatzrente in Höhe von rund 100 € monatlich erreicht. Wer 1000 € monatlich zusätzlich haben möchte, muss 767 € sparen. Bei Frauen wird es teurer aufgrund der längeren Lebenserwartung: für 100 € werden 89,84 € fällig und für 1000 € sind es 889,27 €.

Alternativen für 60-jährige

Wer bereits 60 Jahre alt ist, sollte nur noch einen geringen Teil des Geldes in einen Aktienfonds investieren. Denn bis zum Rentenalter es ist nicht mehr weit – schwächelt in dieser Zeit der Aktienmarkt, so kann es sein, dass der Sparer unter Umständen sogar mit einem Minus heraus geht. Aus diesem Grund empfehlen Experten 40 % in Aktien anzulegen. Die restlichen 60 % sollten in Anleihen, wie beispielsweise Silber und Gold, investiert werden – im Idealfall in physischer Form.

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